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Was die Diskussion über die wirtschaftliche Entwicklung angeht, gehe ich eher von einer schockartigen Entwicklung, denn von einer normalen Rezession aus (die sich in den USA aber anbahnt; s. auch das von mir empfohlene Buch „Tipping Point“). Ein derartiger Schock könnte durch ein Ereignis, wie bei der Deutschen Bank im Februar ausgelöst werden, über dass ich mich auch schon mal ausgelassen habe.

Die weltwirtschaftliche Lage interpretiere ich als eher negativ (und da bin ich nicht der einzige), was nicht nur am Default von Puerto Rico oder der Zinsrate der Zentralbank in Brasilien (14,25%!) oder der Fast-Abstufungvon Portugal am Freitag letzter Woche liegt. Die Auswirkungen dieser Ereignisse für sich genommen (wie auch der Fast-Default der Deutschen Bank) wären nicht so gravierend. Aber derzeit könnte ich diese Kette von Negativ-Meldungen und Fast-Abstürzen quasi unendlich verlängern – und diese Ballung von wirtschaftlichen und politischen Problemen erhöht das Risiko der „Infektion“ der Weltwirtschaft durch ein singulärers Ereignis.

Das Finanzsystem ist mittlerweile sehr eng miteinander verzahnt, gleichzeitig aber durch die seit der Finanzkrise sehr steil angestiegene Staatsschuldenquote auch sehr fragil geworden. Damit aber steigt das Risiko eines Crashs überproportional an. Über Risiko und Fragilität wurden zahllose Abhandlungen veröffentlicht, eine davon ist von Taleb (Black Swanin zweiter Auflage mit Kapitel über Fragilität), das andere eher unbekannt („Die Logik des Mißlingens“). Quintessenz bei beiden Büchern ist aber: zu hohe Komplexität ist ein Risiko an sich!

Die Frage ist daher – was ist der Tipping Point? Könnte es eins der Ereignisse sein, die wir heute noch nicht so richtig in Betracht ziehen (und uns Silvester wundern, dass sie trotzdem eingetreten sind…), etwa die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten?

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Guten Morgen,

Erinnern Sie sich noch an Charles Prince? Ich auch nicht, bis mir Herr C. neulich dessen – aus dem Jahr 2007 stammenden – Spruch schickte (Danke dafür): „Solange die Musik spielt, musst du aufstehen und tanzen.“ Wenn man dieses Bild auf die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen überträgt, dann wird gerade Techno mit 140 beats aufgelegt – so schnell drehen sich die Märkte. Als Anhänger der „Tipping-Point-Theorie“ (s. hier) habe ich dieses Zitat mit dem von Hemingway gekontert, der auf die Frage „How did you go bankrupt?“ mit „Two ways. Gradually, then suddenly.” entgegnete. In diesem Sinne könnte die Entwicklung an den Märkten für Aktien, Anleihen, Devisen, etc. vielleicht doch abrupter kippen, als ich selber denken würde. Die „Vorzeichen“ stehen heute sogar „günstig“: Der Shanghai Composite Index hat in der Nacht fast 3% verloren (hier)! 

Die Zeit des Wartens können wir uns derweil mit einem Blick auf die heiß gelaufenen Kreditmärkte vertreiben. Wie sagte Herr Gerold Grasshoff von BCG doch so schön: „Die schlechtesten Kreditentscheidungen trifft man häufig vor dem Abschwung.“ (Danke auch hierfür, Herr C.) Na, denn man tau:

Bereits am 2. Oktober hatte ich über einen anderen Handelsblatt-Artikel zu dieser Thematik berichtet (hier) und das Handelsblatt hatte in einem weiteren Artikel vom 3. Oktober erneut die Thematik kommentiert (hier, leider hinter Paywall, Danke msc!). Entwickelt sich das Handelsblatt jetzt doch zum Krisenwarner? Zu begrüßen wäre es ja.

Liest man alle drei Artikel im Kontext, dann erkennt man, was sich da zusammenbraut: Die Deutschen Unternehmen versuchen anscheinend, sich noch zu den derzeit günstigen Zinskonditionen mit Liquidität vollzupumpen, um für eine Krise gewappnet zu sein („Cash ist King“). Umgekehrt versuchen die Banken – trotz erster Krisenanzeichen – ihre Profite zu optimieren und erhöhen damit wohl nicht unwesentlich ihre Risiken, sollte die Krise tatsächlich eintreten.

Zombieshttps://www.creditreform-giessen.de/nc/news/news/news-list/details/news-detail/ertraglose-unternehmen-in-deutschland-sommer-2018.html

Während Creditreform Ende 2017 den deutschen Unternehmen eine (für mich sehr) hohe „Zombie-Quote“ von 15%  attestierte (hier), sah die (staatliche) KfW diese Quote in diesem Sommer nur bei (unbedenklichen?) 5% (hier). In ihrer neuesten Studie – in der „Zombies“ nun als „ertraglose Unternehmen“ bezeichnet werden – sieht Creditreform nur noch eine Zombie-Quote von 6,8% bei deutschen Unternehmen. Nun denn. Angesichts der derzeitigen Darlehensvergabe-Praxis deutscher Banken dürften es noch ein paar mehr werden können…

Historisch1987: Am Schwarzen Montag kommt es zum ersten Börsenkrach nach dem Zweiten Weltkrieg (aus: https://de.wikipedia.org/wiki/19._Oktober)

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